Anlagenbau

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Ansprechpartner

... für TNT sind:

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Tel. +49 - 221 - 37 92-0
Fax +49 - 221 - 37 92-299

Trinitrotoluol

TNT

sprengstoff abwasser verbrennung explosive waste water incineration

2,4,6-Trinitrotoluol, welches aus Toluol oder ortho-Mononitrotoluol mit Mischsäuren hergestellt wird, dient hauptsächlich militärischen Zwecken und wird in kleinen Mengen auch in der Dynamitherstellung verwendet.

MEISSNER bietet komplette TNT-Anlagen an, die neben der Nitrierung, Sulfitierung, Trocknung und Granulierung auch die Säureaufbereitungsanlage sowie die Abwasser-Aufbereitungsanlage beinhalten. Der TNT-Prozess von MEISSNER zeichnet sich dadurch aus, dass das Gegenstromprinzip von Nitrierstufe zu Nitrierstufe angewendet wird, wobei aber jede Nitrierstufe als eine Einheit betrachtet wird. Daraus resultiert, dass die Qualität der Zwischenprodukte Mononitrotoluol und Dinitrotoluol wie auch die des Produktes 2,4,6-Trinitrotoluol den hohen Anforderungen der militärischen Anwendungen entspricht.

Ansprechpartner

... für Nitrocellulose, HMX/RDX, Nitropenta, Nitroglycerin, Nitroglykole, Dynamit und Treibladungspulver sind:

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OktogenHexogen, Nitropenta

HMX, RDX, PETN

oktogen hexogen nitropenta HMX RDX PETN

Oktogen, der zur Zeit stärkste Hochleistungssprengstoff, wird aus Hexamethylentetramin nach dem Essigsäureverfahren hergestellt und dient für militärische Spezialzwecke. Hexogen kann sowohl nach dem Essigsäure- als auch nach dem konventionellen Salpetersäureverfahren hergestellt werden und wird hauptsächlich zu Compound B verarbeitet.

Nitropenta ist ein Salpetersäureester des Pentaerythrits und wird nach dem Salpetersäureverfahren hergestellt. Neben seiner militärischen Verwendung wird es hauptsächlich in der zivilen Sprengstoffindustrie zu Sprengschnüren verarbeitet und ist ein wesentlicher Bestandteil in Sprengkapseln.

MEISSNER liefert komplette Anlagen für diese Explosivstoffe nach den oben erwähnten Verfahren sowie Anlagen zu deren Weiterverabeitung zu Compound B, Oktol, plastischen Sprengstoffen usw.

Nitroglycerin und Nitroglykole

NGL NG saeure aufbereitung acid recovery

Nitroglycerin und Nitroglykole werden aus den entsprechenden Alkoholen mit wasserfreier Mischsäure nach dem MEISSNER-Injektorverfahren hergestellt und finden ihre Anwendung sowohl im militärischen Bereich (Treibladungspulver) als auch in der zivilen Sprengstoffindustrie (Dynamit).

Injektor-Anlagen von MEISSNER zeichnen sich durch On-line-Mischen der Säuren (kein Mischsäurelager notwendig), geringe Produktmengen im Nitrierkreislauf, dynamische Abtrennung des Produkts von der Abfallsäure und automatisches Entleeren im Fall eines Stromausfalls oder einer Abschaltung aus.

MEISSNER offeriert neben der kompletten Injektoranlage die entsprechenden Einrichtungen für den Transport des Nitroglycerins/Nitroglykols (als Emulsion mit Wasser), die Lagerung (als Emulsion) und die Verwiegung.

Im Zusammenhang mit der Lieferung von Anlagen zur Herstellung von Nitroglycerin und Nitroglykolen bietet MEISSNER auch Säureaufbereitungsanlagen an.

MEISSNER liefert ebenfalls Anlagen zur Herstellung von Dynamit und Treibladungspulvern.

Nitrocellulose

NC

NC

Die Nitrierung (Veresterung) von Cellulose durch eine Mischung von Schwefel- und Salpetersäure wurde schon Mitte des 19. Jahrhundert von dem deutschen Chemiker Schönbein entdeckt. Die speziellen Eigenschaften der Nitrocellulose fanden bald Anwendung in der Sprengstoffindustrie und führten zur Entwicklung des Dynamits durch Nobel.

Auch heute spielt die Nitrocellulose eine bedeutende Rolle in der Sprengstoffindustrie. Außer für Dynamit wird Nitrocellulose insbesondere für Treibladungen wie Single-, Double- und Triple-base-Pulver und Raketentreibsätze verwendet.

Der von MEISSNER angebotene Prozess ist das Ergebnis langer Entwicklungsarbeit unter besonderer Berücksichtigung unserer jahrzehntelangen Erfahrung auf dem Gebiet der Nitrocelluloseherstellung. Die herausragenden Aspekte des Prozesses sind:

  • kontinuierliche Nitrierung
  • Säurerückgewinnung
  • effiziente Absorption der nitrosen Gase
  • Wärmerückgewinnung
  • neueste Refiner-Technologie zur Nitrocellulosemahlung
  • kontinuierliche Entwässerung und Alkoholisierung
  • höchste Sicherheitsstandards
  • verbesserte Produktqualitäten

Die Flexibilität und die Effizienz des Prozesses erlauben die Herstellung aller zivilen und militärischen Nitrocellulosetypen und verbinden in optimaler Weise Wirtschaftlichkeit, Sicherheit und Ökologie.

Ansprechpartner

... für Explosivstoffverarbeitung, Initialsprengstoffe und Sprengschnüre sind:

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Explosivstoffverarbeitung

munition füllanlage ammunition filling plant


MEISSNER ist spezialisiert auf den Bau von Anlagen und Maschinen zur Verarbeitung von Sprengstoffen und Komponenten und bietet die nachfolgend beschriebenen Produkte und Dienstleistungen für die Verteidigungsindustrie an.

Munitionsfüllanlagen
Anlagen und Einrichtungen zum Füllen, Auskühlen, Prüfen, Laborieren und Verpacken jeder Art von Munition werden dem Kundenwunsch entsprechend ausgelegt.

Besondere Merkmale der MEISSNER-Munitionsfüllanlagen sind:

  • Einsetzbarkeit zum Füllen verschiedener Munitionsarten
  • Auslegung für die Verarbeitung von TNT und allen auf TNT basierenden Mischsprengstoffen (TNT/RDX, TNT/HNS, TNT/NTO, TNT/HMX, Tritonal, H6, HBX-3 usw.), sofern diese schmelz- und gießbar sind
  • hohe Flexibilität durch Modulbauweise
  • hohe und gleichbleibende Produktqualität
  • optimale Sicherheit durch computergesteuerte Verfahrens- und Produktionsüberwachung
  • saubere und sichere Arbeitsbedingungen
  • zahlreiche Referenzanlagen

Anlagen zum Schmelzen und Mischen von Sprengstoff

  • Sonderanlagen zur Verarbeitung hochviskoser Sprengstoffmischungen mit oder ohne Aluminium

Sonderfüllanlagen für Vakuumguss

  • entwickelt zur Fertigung von Hochleistungshohlladungen und Gefechtsköpfen

Spezielle Auskühlverfahren

  • Auskühlung gefüllter Geschosse nach dem bekannten und bewährten MEISSNER-Heizstabverfahren in einem Verfahrensschritt
  • besondere und spezielle Verfahren für Hohlladungen und Gefechtsköpfe

Anlagen zur Herstellung von Presskörpern

  • Maschinen und Einrichtungen zur Herstellung gepresster Sprengladungen

Anlagen zum Dosieren und Abfüllen von Pulver

  • komplette Anlagen zum Laborieren von Pulver in Geschosshülsen, Beutel usw.

Sondermaschinen zum Laborieren von Munition

  • spezielle Maschinen und Einrichtungen zum Patronieren, Wiegen, Laborieren von Zündern oder Primern, Lackieren, Markieren usw.

Vor-Ort-Service

  • Entwicklung neuer Produkte oder Anwendungen beim Kunden durch MEISSNER-Fachleute

Initialsprengstoffe

blei azid styphnat tetrazen natriumazid styphninsäure detonator lade automat lead azide styphnate styphnic acid detonator loading machine

Initialsprengstoffe sind hoch empfindliche Stoffe, die bereits durch geringfügige mechanische, thermische oder elektrostatische Einwirkungen zur Explosion gebracht werden können. Sie finden hauptsächlich Verwendung in Sprengkapseln, Detonatoren und anderen Zündmitteln und dienen somit als Initiator einer Zündkette für alle Arten von Sprengstoffen.

Die Herstellung der Initialsprengstoffe Bleiazid und Bleitrinitroresorcinat erfolgt diskontinuierlich in einem Fällkessel/-gefäß oder nach dem von MEISSNER entwickelten kontinuierlichen Verfahren in einer Fällkolonne. Beide Verfahren sind weltweit bei vielen Sprengstoff-Herstellern im Einsatz und haben sich hinsichtlich Leistung, Produktqualität und Sicherheit bestens bewährt.

Während der letzten Jahre hat MEISSNER sowohl das kontinuierliche als auch das diskontinuierliche Verfahren hinsichtlich Automatisierung und Sicherheit wesentlich verbessert und eine moderne Anlagenkonzeption entwickelt, die somit den strikteren Sicherheitsbestimmungen der Betreiber und Behörden bereits entspricht oder angepasst werden kann.

Bleiazid
Bleiazid ist ein weißer bis schwach gelblich gefärbter kristalliner Feststoff, der in Sprengkapseln, Detonatoren und anderen Zündmitteln Verwendung findet. Bleiazid ist ein kraftvoller Initialsprengstoff, der in reiner Form sehr empfindlich ist. Um die Empfindlichkeit zu reduzieren, die Kristallform und -größe zu modifizieren und die Verarbeitbarkeit zu verbessern, werden während des Fällungsvorgangs verschiedene Zusatzstoffe verwendet. Zu diesen Hilfsmitteln zählen u. a. Dextrin, CMC und Gelatine.
Die kontinuierliche Herstellung nach dem MEISSNER-Verfahren erfolgt in einer Fällkolonne. Die Ausgangslösungen, Natriumazidlösung und ein wasserlösliches Bleisalz, werden getrennt in die Fällkolonne dosiert. Die bei der Reaktion entstehenden Kristalle werden am Bodenablassventil gemeinsam mit der Mutterlauge abgenommen. Die Mischung von Kristallen und Mutterlauge wird auf einem Spezialfilter getrennt, das Bleiazid mit Wasser und Alkohol gewaschen und zur Trocknung gebracht. Nach der Trocknung wird das Produkt gesiebt und in produktionsgerechte Portionen verwogen. Alle Produktionsschritte sind automatisiert und fernbedienbar, um für das Bedienungspersonal einen hohen Sicherheitsstandard zu gewähren.

Bleistyphnat (Bleitrinitroresorcinat)
Ausgehend von Trinitroresorcin (TNR) wird durch Umsetzung mit Bleisalzen Bleitrinitroresorcinat (PbTNR) hergestellt. Je nach Rezeptur und Reaktionsbedingungen können verschiedene Modifikationen erzeugt werden. Normalerweise wird das neutrale PbTNR als universell einsetzbarer Initialsprengstoff bevorzugt. Zum Beispiel ist PbTNR Bestandteil von Zündsätzen in Zündhütchen (Sinoxid). Ferner mischt man geringe Mengen von PbTNR zu Bleiazid, um das Anzündverhalten von Sprengkapseln zu verbessern.
Neben der Herstellung von PbTNR im diskontinuierlichen Verfahren kann PbTNR auch nach dem kontinuierlichen MEISSNER-Verfahren in einer Fällkolonne hergestellt werden. Da das TNR schwer wasserlöslich ist, wird es als Magnesiumsalz gelöst und mit einer Bleisalzlösung zur Reaktion gebracht. Die weitere Verfahrensweise ist identisch mit der bereits geschilderten Herstellung von Bleiazid.

Tetrazen
Tetrazen ist ein weißes pulvriges Produkt. Es wird nicht in reiner Form eingesetzt, ist aber ein sehr wichtiger Bestandteil in vielen Zündsätzen, da es die Zündempfindlichkeit dieser Mischungen stark beeinflusst. Üblicherweise wird es in Mengen von 2-5 % zugesetzt. Damit sind die herzustellenden Mengen so gering, dass eine Batchproduktion ausreicht.
Die Ausgangsprodukte für die Herstellung von Tetrazen sind Aminoguanidinsulfat (AGS) und Natriumnitrit. In einem beheizbaren Kessel mit Rührwerk wird die AGS-Lösung vorgelegt und die Natriumnitritlösung langsam zudosiert. Nach Erwärmen auf ca. 40 °C beginnt das Tetrazen zu kristallisieren. Nachdem die Kristallisation beendet ist, wird der Ansatz auf Raumtemperatur abgekühlt und das Produkt abfiltriert. Nach mehrmaligem Waschen wird das Produkt getrocknet und portioniert. Auch bei diesem Verfahren wird der Personenkontakt zu dem Produkt auf das Notwendigste beschränkt.

Behandlung von Mutterlauge und Abwasser
Besonderes Augenmerk legt MEISSNER auf die zuverlässige Zerstörung der Restmengen an Sprengstoff in der Mutterlauge, verbunden mit einer den Kundenanforderungen entsprechenden, modernen Behandlung des entstehenden Abwassers.

Einrichtungen zur Verarbeitung von Initialsprengstoffen
Neben den Anlagen für die oben beschriebenen Einzelsprengstoffe bietet MEISSNER auch Einrichtungen zum Mischen, Verladen und/oder Verpressen von Zündsatzmischungen an. So kann optional auch ein vollautomatisch arbeitender Detonator-Lade- und Pressautomat mitgeliefert werden, an dem in mehreren aufeinander folgenden Arbeitsstationen Primär- und Sekundärsprengstoffe in Metallhülsen geladen und gebrauchsfertig konfektioniert werden. Je nach Aufbau des Detonators beträgt die Leistung dieser Maschine 500 bis 1.000 Stück pro Stunde.

Styphninsäure (Trinitroresorcin)
Trinitroresorcin (TNR) ist je nach Reinheit ein gelbes bis gelbbraunes kristallines Produkt. Es ist ein schwacher Sprengstoff. Das TNR dient als Ausgangsstoff für die Herstellung des bereits erwähnten Initialsprengstoffs PbTNR.
Die TNR-Herstellung nach dem MEISSNER-Verfahren geht von Resorcin als Rohmaterial aus. Zuerst wird das Resorcin sulfoniert und anschließend mit hochkonzentrierter Salpetersäure zum Trinitroresorcin nitriert. Über eine Zentrifuge wird das Produkt von der Abfallsäure getrennt, mehrmals gewaschen und wasserfeucht für die Weiterverarbeitung gelagert.
Alternativ bietet MEISSNER auch sulfatfreie Nitrierprozesse zur Herstellung von TNR an.

Sprengschnüre

 

Da in den modernen Sprengtechniken immer öfter das kontrollierte und präzise Sprengen mit Sprengschnur Anwendung findet, bietet MEISSNER auch Maschinen zur Produktion von Sprengschnur an.

Die Produktion von Sprengschnur verläuft in mehreren voneinander getrennten Schritten. Den Anfang bildet die Spinnmaschine, hier wird die Sprengstoffseele, im Normalfall Nitropenta (PETN), mit zwei oder drei Umhüllungen einer Textilfaser umsponnen. Die Spinnmaschinen können für unterschiedliche Ladungsgewichte (von 3 g/m bis zu 100 g/m) umgerüstet werden.

Während des Spinnens wird die Rohschnur ständig auf die Homogenität der Ladung geprüft. Eventuell auftretende Fehlstellen werden markiert. Diese Rohschnur wird auf Rollen aufgewickelt und anschließend zur Umhüllung mit PVC oder PE in den Raum mit der Spritzgießmaschine gebracht. Die ummantelte Schnur wird danach auf Versandspulen umgewickelt und auf Handelslängen geschnitten. Bei diesem Arbeitsgang werden die Markierungen eventueller Fehlstellen ermittelt und die fehlerhaften Abschnitte ausgeschnitten.

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